Anlässlich des 81. Jahrestags der Befreiung wird im Gebäude der Fakultät Erziehungswissenschaft eine Ausstellung unter dem Titel „Überlebt! Und nun? NS-Verfolgte in Hamburg nach ihrer Befreiung“ gezeigt. Die Ausstellung wurde von der Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte zur Erinnerung an die Opfer der NS-Verbrechen mit Unterstützung der Hamburgischen Bürgerschaft entwickelt. 

Worum geht es? Im Mai 1945 atmeten Verfolgte des Nationalsozialismus in Zwangsarbeitslagern, Haftstätten und Verstecken in Hamburg auf. Das Kriegsende brachte ihnen die lang ersehnte Freiheit. In Norddeutschland wurden vielerorts Hunderte Häftlinge aus dem geräumten KZ Neuengamme und seinen Außenlagern von britischen Truppen befreit. Viele der Frauen, Männer und Kinder aus ganz Europa hatten den nationalsozialistischen Terror nur knapp überlebt. Die meisten von ihnen waren krank, ausgezehrt und nur notdürftig bekleidet. Wie sollten sie nach Hause kommen? Hatten sie überhaupt noch ein Zuhause und eine Familie? Die Rückkehr in ein »normales« Leben war für die Überlebenden oft ein schwieriger Prozess. Nicht für alle bedeutete die Befreiung auch ein Ende der Not.

Die Ausstellung kann vom 28. April bis zum 21. Mai im zweiten Stock der Fakultät für Erziehungswissenschaft (Von-Melle-Park 8) besucht werden. Sie wird organisiert vom Team Allgemeine Erziehungswissenschaft (Ronja Heinelt ronja [dot] heinelt [at] uni-hamburg [dot] de und Prof. Dr. Kerstin Jergus kerstin [dot] jergus [at] uni-hamburg [dot] de).